Anfang des Jahres 2026 schneite es auch in Celle. Der Landkreis hatte daraufhin angeordnet, dass die allgemeinbindenden Schulen geschlossen bleiben. Dies kommentierte die FDP-Fraktion:

“Es ist gut, dass der Landkreis Celle im Hinblick auf die gefährliche Glatteislage durch gefrierenden Regen und überfrierenden Nässe den Schulbetrieb ausgesetzt hat. 

Dass aber lediglich für die berufsbildenden Schulen Distanzunterricht angeordnet worden ist, das will nicht in meinen Kopf.

Hat die Landesschulverwaltung nichts aus dem CORONA-Fiasko gelernt? Warum wird Distanzunterricht nicht für alle Schulen durchgeführt? 

Die kommunalen Schulträger haben mit großem finanziellen Aufwand ihre Schulen mit digitaler Technik ausgestattet und alle Schulen sind mit Glasfaseranschlüssen versehen worden. Warum wird diese Technik nicht genutzt? Jede Form der Bildungsvermittlung muss genutzt werden, um die Bildungsergebnisse unserer Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Sie sind es, die ohnehin durch eine nicht ausreichende Unterrichtsversorgung zu kurz kommen. Das Land Niedersachsen hat gegenüber den Schülerinnen und Schülern eine Schulpflicht!”

In der Sitzung des Schulausschusses der Stadt am 19.02.2026 hatte der langjährige FDP-Fraktionsvorsitzende Joachim Falkenhagen darum gebeten, dass die Regeln für den Distanzunterricht von einem Vertreter des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung vorgestellt werden, damit Klarheit für den Fall weiterer Schulausfälle herrscht. Anlass der Nachfrage waren die Unterrichtsausfälle zu Beginn des Jahres, als der Landkreis Celle als zuständiger Schulträger den Unterrichtsausfall wegen Schneefalls ermöglicht hatte.

Dieser Bitte ist die Stadtverwaltung nachgekommen. Ein Vertreter des Landesamtes hat insoweit die Regeln beschrieben. Die Cellesche Zeitung berichtete darüber.

Die FDP wunderte sich über den Verlauf der Diskussion. „Während der Corona-Pandemie haben wir auf Distanzunterricht gedrängt. Danach haben wir erhebliche Mittel investiert, die Schulen mit Breitband ausgestattet. Und beim ersten harten Winter, der noch nicht einmal ein Katastrophenwinter war, passiert nichts. Stattdessen sagt man: ‚Lass mal die Kleinen im Schnee spielen‘“, so Falkenhagen im Nachgang der Sitzung. „Dann schauen wir mal die Bildungsergebnisse im internationalen Vergleich an, die uns jedes Jahr um die Ohren gehauen werden. Es geht immer nur abwärts.“

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