Im Februar hat sich unser Fraktionsmitglied Joachim Falkenhagen in seinem Hehlentorgebiet auf dem Weg zum EDEKA-Markt über viele Hundehaufen geärgert. Auf dem Rückweg hat er dann diese Haufen gezählt und insgesamt 48 (achtundvierzig!) Haufen Hundekot auf einer Gehweglänge von 500 Metern zählen müssen.

Zeitgleich hatte die AfD-Fraktion zur Lösung dieses Problems in einem Ratsantrag die Entnahme von DNA-Proben bei jedem einzelnen Hund und Laboruntersuchungen bei jedem einzelnen Hundehaufen beantrag.
Bei Durchsetzung dieses Antrages erwartete Falkenhagen einen “neuen Haufen” von Verwaltungsaufwand mit apokalyptischen Ausmaßen.
Die Antwort der Freien Demokraten war erstaunlich einfach. In einem Antrag der FDP-Fraktion wird angeregt, dass Hundehalter nach der geltenden Satzung nicht nur “eine Hundeleine“ mitzuführen haben sondern zugleich „ausreichend Beutel für den aufzunehmenden Hundekot”. Wer das nicht tut, der muss mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren rechnen.
Das ist bedeutend einfacher zu kontrollieren als DNA-Proben nehmen zu lassen um dann den “Täter” unter allen Hunden suchen zu müssen!
“Ärgerlich ist, dass alle Appelle über öffentliche Medien die Hundehalter nicht zur Einsicht gebracht haben und ihre Hunde überall kacken lassen. Die Haufen mitten auf den Fußwegen liegen zu lassen ist eine „Rücksichtslosigkeit gegenüber allen Mitbürgern”, so Falkenhagen.

Anmerkung:
Das Titelbild zu dieser Meldung ist eine Arbeit von Karl Schaper (Wolfenbüttel). Die Arbeit befindet sich im Besitz der Familie von Joachim Falkenhagen. Karl Schaper (1920 – 2008) war vor allem durch seine überdimensionalen, holzgeschnitzten Briefe und die erdachte Korrespondenz mit toten und lebenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik oder Märchen bekannt geworden. Seine künstlerischen Arbeiten fanden früh internationale Resonanz. Er stellte bereits 1959 auf der documenta 2 in Kassel und 1960 bei der Triennale von Mailand aus.