Schutz vor Anschlägen angemahnt

„Vor uns liegt die Jahreszeit, in der sich viele Menschen gerne in der Altstadt aufhalten. Für warme Sommerabende haben sich die Gastronomen auf Straßen und Plätzen vorbereitet. Die Fußballweltmeisterschaft lässt sich dann gerne auch unter freiem Himmel erleben und in irgend einer Stadt, die damit gar nicht gerechnet hat, wird es einen Anschlag geben, das Land wird wieder Kerzen aufstellen und niemand wird damit gerechnet haben“ schildert Joachim Falkenhagen (FDP) seine Sorgen.

Um derartiges so weit es geht zu verhindern, hatte die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Celle im März 2025 die Anträge „Dauerhaftes Schutzkonzept vor Anschlägen gegen die Zivilgesellschaft“ und „Ganzjähriger Schutz vor Anschlägen“ gestellt.

Geschehen ist relativ wenig. Zwar wurde berichtet, dass die Stadt „bereits die Erarbeitung eines Zufahrtkonzeptes für die Innenstadt“ in Auftrag gegeben hat. Die für den Winter 2025 angekündigte Information darüber lässt aber bis heute auf sich warten.

„Die Lebenswirklichkeit ist nun mal so, wie sie ist und wir sind verpflichtet, mögliche Gefahren abzuwenden“, so Falkenhagen. Deswegen haben insbesondere Bürgerinnen sehr zustimmend auf unsere Initiativen reagiert.

So schreibt eine Leserin „Die Altstadt von Celle ist nicht ausreichend geschützt und ein Terrorist jeglicher Art kann zum Beispiel auf dem Großen Plan bedenkenlos Menschen mit dem Auto zu Tode fahren. Meine Angst ist inzwischen so groß, dass ich mich nicht mehr dort hinsetzen würde, so wie es viele Menschen bei schönem Wetter tun“.

„Wir teilen diese Sorgen und hoffen zugleich, dass derartiges in unserer Stadt nicht geschehen wird. Aber wer will dafür schon seine Hand ins Feuer legen!“, meint Falkenhagen, der davon ausgeht, dass die Verwaltung dem Rat jetzt einen Lösungsvorschlag machen wird und dass dieser dann auch umgesetzt wird.

“Wo bitte, ist das Schlosstheater?”

“Das Schlosstheater Celle führt im Prinzip ein Schattendasein”, befand der FDP-Fraktionsvorsitzende Björn Espe nach einer Informationsveranstaltung der Theaterführung. Er verwies drauf, dass es kaum öffentlich ins Auge fallende Hinweise auf das Theater gibt. “In einer Zeit, in der auch das Theater sich über Einnahmeverbesserungen Gedanken machen muss ist es legitim und erforderlich, über wahrnehmbare Marketingmaßnahmen nachzudenken”, so Espe, der mit seiner Fraktion jetzt die Theaterleitung in den Kulturausschuss einladen möchte, um dort über mögliche Aktivitäten und Verbesserungen gemeinsam zu beraten.

Rücksichtslosigkeit gegenüber Mitbürger

Im Februar hat sich unser Fraktionsmitglied Joachim Falkenhagen in seinem Hehlentorgebiet auf dem Weg zum EDEKA-Markt über viele Hundehaufen geärgert. Auf dem Rückweg hat er dann diese Haufen gezählt und insgesamt 48 (achtundvierzig!) Haufen Hundekot auf einer Gehweglänge von 500 Metern zählen müssen.

Zeitgleich hatte die AfD-Fraktion zur Lösung dieses Problems in einem Ratsantrag die Entnahme von DNA-Proben bei jedem einzelnen Hund und Laboruntersuchungen bei jedem einzelnen Hundehaufen beantrag.

Bei Durchsetzung dieses Antrages erwartete Falkenhagen einen “neuen Haufen” von Verwaltungsaufwand mit apokalyptischen Ausmaßen.

Die Antwort der Freien Demokraten war erstaunlich einfach. In einem  Antrag der FDP-Fraktion wird angeregt, dass Hundehalter nach der geltenden Satzung nicht nur “eine Hundeleine“ mitzuführen haben sondern zugleich „ausreichend Beutel für den aufzunehmenden Hundekot”. Wer das nicht tut, der muss mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren rechnen. 

Das ist bedeutend einfacher zu kontrollieren als DNA-Proben nehmen zu lassen um dann den “Täter” unter allen Hunden suchen zu müssen!

“Ärgerlich ist, dass alle Appelle über öffentliche Medien die Hundehalter nicht zur Einsicht gebracht haben und ihre Hunde überall kacken lassen. Die Haufen mitten auf den Fußwegen liegen zu lassen ist eine „Rücksichtslosigkeit gegenüber allen Mitbürgern”, so Falkenhagen.

Anmerkung:
Das Titelbild zu dieser Meldung ist eine Arbeit von Karl Schaper (Wolfenbüttel). Die Arbeit befindet sich im Besitz der Familie von Joachim Falkenhagen. Karl Schaper (1920 – 2008) war vor allem durch seine überdimensionalen, holzgeschnitzten Briefe und die erdachte Korrespondenz mit toten und lebenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik oder Märchen bekannt geworden. Seine künstlerischen Arbeiten fanden früh internationale Resonanz. Er stellte bereits 1959 auf der documenta 2 in Kassel und 1960 bei der Triennale von Mailand aus.

Fußball begeistert auch Celle

Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Celle will an den Spieltagen der Fußballweltmeisterschaft, bei denen der Beginn auf 22 Uhr festgesetzt ist, die Zeiten für die Außengastronomie vorübergehend verlängern. Infrage kommen dabei vor allen Dingen die Spiele, an denen die deutsche Mannschaft teilnimmt.

Der Antrag der Fraktion bittet die Verwaltung zu prüfen, ob für die betreffenden Spieltage eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden kann. Die verlängerten Öffnungszeiten sollen ausschließlich für diese Termine gelten und spätestens 30 Minuten nach Spielende enden. Die Bundesregierung hatte insoweit bereits eine Erklärung in Aussicht gestellt.

Die drei Mitglieder der FDP-Fraktion Björn Espe, Joachim Falkenhagen und Ralf Blidon sind selbst begeisterte Fußballanhänger und begründen den Antrag mit der besonderen gesellschaftlichen Bedeutung internationaler Sportereignisse. Gerade Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft würden häufig gemeinsam in Vereinen, Gaststätten oder im öffentlichen Raum verfolgt. Bei einem Anstoß um 22 Uhr sei es unter den derzeitigen Regelungen schwierig, die Spiele vollständig in der Außengastronomie anzuschauen.

Mit einer zeitlich begrenzten Verlängerung der Öffnungszeiten solle ein Ausgleich geschaffen werden. Dabei solle sowohl dem Interesse vieler Menschen am gemeinsamen Verfolgen der Spiele als auch dem Ruhebedürfnis der Anwohner Rechnung getragen werden.

Den Antrag der FDP-Fraktion könnt ihr hier laden.


Siehe auch Celler-Presse vom 5. April 2026:
https://celler-presse.de/2026/04/05/espe-fdp-gute-chancen-fuer-alle-fussballenthusiasten/

Wechsel im Fraktionsvorsitz

Nach über 30 Jahren als Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion habe ich mich entschlossen, diesen Vorsitz zum Monatsende Februar 2026 zurückzugeben.

Ich habe mich in all diesen Jahren für unsere Grundsätze eingesetzt, egal ob wir wieder einmal in der politischen Schusslinie standen oder nicht. In guten Zeiten haben wir es mit viel Freude an der Arbeit geschafft, unsere Fraktion auf fünf Personen zu erweitern und Freunde zu fördern.

Erforderlich sind jetzt gemeinsames Handeln, Einsatzbereitschaft und Begeisterung an der Arbeit. Hierzu rufe ich auf und möchte dazu aus Überzeugung mit Rat, Tat und durch eine Kandidatur zur Kommunalwahl in meinem Wahlbereich beitragen. Es wird auf jeden Einzelnen ankommen.

Mein Dank gilt allen Freunden, mit denen zusammen ich mit großer Freude und innerem Engagement für die Fraktion arbeiten durfte. 

Mein Dank gilt aber auch den demokratischen Mitbewerbern im Rat. In ihnen habe ich vorrangig immer die Menschen und nicht die Gegner gesehen, die aus ihrer Sicht Lösungen für die Stadtgesellschaft angeboten haben.

Meinem Nachfolger wünsche ich Einsatzfreude, Klugheit und Erfolg.

Björn Espe: Haushaltskritik ist „politisches Geplänkel“

Nach der Verabschiedung des Celler Doppelhaushalts verschärft sich der Ton zwischen den politischen Lagern. Während Grüne und SPD die finanzielle Ausrichtung der Stadt kritisieren, verteidigt der FDP-Ortsvorsitzende Björn Espe die beschlossenen Investitionen – insbesondere in Schulen und Infrastruktur – als notwendiges Fundament für die Zukunft der Residenzstadt.

In einer aktuellen Stellungnahme wirft Espe den Kritikern vor, keine konkreten Sparvorschläge zu liefern und sich in „ökonomischem Blödsinn“ zu verlieren. Vor allem die Debatte um CO2-Budgets und die personellen Kosten der Digitalisierung stehen dabei im Fokus. 

„Mit großer Verwunderung habe ich die aktuelle Kritik am beschlossenen Doppelhaushalt zur Kenntnis genommen. Wer saniert, der kann auch irgendwann wieder investieren. Und dass das nötig und richtig ist, sehen wir an den vielen Schulen die neu gebaut, oder saniert werden. Wer „Zukunft Celle“ verspricht sollte mehr zu bieten haben, als Kritik an Investitionen in die Ausbildung unserer Kinder, denn konkrete Vorschläge, wo denn eingespart werden sollte, konnte ich nirgendwo lesen. In einer Sache stimme ich aber mit Herrn Rodenwaldt überein. Die Digitalisierung der Verwaltung, die maßgeblich von der FDP durch Anträge und Berichterstattung in den Ausschüssen begleitet wurde, hat noch nicht zur gewünschten Entlastung bei den Personalkosten geführt.

Hinzu kommen diverse Infrastrukturmaßnahmen, die dem Klimaschutz dienen. Trotzdem hat alles seine Grenzen. Während wir aus ideologischen Gründen die teuersten Energiekosten der Welt haben, werden überall neue Kohle- und Atomkraftwerke gebaut. Dann zu behaupten, dass ein CO2 Budget die Lösung wäre wie von Frau Thomsen, ist ökonomischer und ökologischer Blödsinn. Es ist schade, dass die Grünen bis heute nicht in der Realität angekommen sind und immer noch glauben, dass wir im Klein-Klein alles regulieren und verbieten müssen und das Weltklima wäre gerettet. Sowas geht nur global und vor allem nicht ohne das mitwirken von China, Indien, Russland und den USA. Dass Frau Abenhausen dazu der Meinung ist, eine Investition in Schulen wären keine Investitionen in die Zukunft, muss sie selber wissen.

Auch die Aussagen von Herrn Ohl zeigen deutlich, dass es nur politisches Geplänkel im Vorfeld der Kommunalwahl ist, als eine sachliche Debatte zum beschlossenen Haushalt. Reduzierung der Kitagebühren und Abschaffung bis 2029, Abschaffung der Strassenausbaubeiträge, Erneuerung der Spielplätze, kostenfreie Sportmöglichkeiten in der Natur und vieles mehr in den letzten Jahren zeigen auf, dass auch für die Klientel, die er angeblich vertritt, was dabei sein sollte.

Vielleicht ist es aber auch nur der Frust der linken Parteien, dass sie weder in den eigenen Reihen, noch extern, jemanden haben, der besser geeignet ist diese Stadt zukunftsgerichtet aufzustellen, als der aktuelle Oberbürgermeister und die Gruppe um CDU, Unabhängige und FDP.

Klar ist aber auch, dass der Haushalt der Stadt Celle, wie in allen Kommunen deutschlandweit, unter Druck steht. Daher ist es umso wichtiger, dass wir den Wirtschaftsstandort Celle stärken, Arbeitsplätze erhalten und weitere schaffen, sowie die Anreize erhöhen, in unsere schöne Stadt zu kommen, um weiter handlungsfähig zu sein. Dafür steht die FDP und wird sich auch weiterhin dafür einsetzen. Dass sich Grüne und SPD wieder einmal verweigert haben, die Handlungsfähigkeit beizubehalten und einige dann lieber mit dem Finger auf andere zeigen, ist vieles, aber mit Sicherheit kein konstruktives und zukunftsorientiertes Verhalten zum Wohle unserer Stadt.“

Espe: Kein Autoverbot in der Schuhstraße

Björn Espe, Mitglied des Rates der Stadt Celle, hat in einer Stellungnahme auf die mögliche Sperrung der Celler Schuhstraße für den Autoverkehr reagiert. Der Ausschuss für Klima, Umwelt, Verkehr und technische Dienste hatte am 19. September 2023 mit einer deutlichen Mehrheit dafür gestimmt, die Schuhstraße zur Fußgängerzone zu erklären. Espe kritisiert in seiner Mitteilung die SPD-Ausschussmitglieder Katja Hufschmidt-Bergmann und Jürgen Rentsch, unterstellt Torsten Schoeps (Wählergemeinschaft Landkreis Celle) Betrug an den Wählern und bezeichnet die Grünen als “Spaßpartei.” Espe: “Alle Jahre wieder möchten SPD und Grüne die Welt retten, oder zumindest die Altstadt, in dem mal wieder die Schließung der Schuhstraße beantragt wird. Und ich kann es verstehen. Wenn man sonst keine guten Ideen hat, wiederholt man wenigstens immer wieder die schlechten der Vergangenheit. Dabei reichte es den beiden Parteien als Information nicht, dass die FDP vor der Kommunalwahl bereits mit den Akteuren der Schuhstraße gesprochen hat und sich 75% für eine Beibehaltung der Öffnung ausgesprochen haben, sowie die Stadt Celle bei einer Befragung zu nahezu dem gleichen Ergebnis kam. Leider geht es mal wieder nur um Ideologie und nicht um das Beste für die Menschen. Wenn aber die Schließung einer einzigen Straße so viel für die Umwelt bringt und die Aufenthaltsqualität dermaßen gesteigert wird, wie Herr Rentsch und Frau Hufschmidt-Bergmann von der SPD behaupten, frage ich mich, warum wir dann nicht die Straßen für den Verkehr sperren, in denen Sie beide wohnen? Dann ist ja der Umwelt quasi dreimal so viel geholfen und ihre Aufenthaltsqualität haben wir gleich mit gesteigert. Also gehen Sie mit gutem Beispiel voran und fordern Sie die Schließung Ihrer Straßen. Ich verspreche Ihnen, ich werde dafür stimmen.

Überhaupt ist der Begriff „Aufenthaltsqualität“ nur ein neuer Kampfbegriff für ihre Ideologie der autofreien Innenstadt und um ein Problem zu lösen, dass es gar nicht gibt. Als Bewohner der Innenstadt kenne ich jedenfalls niemanden, der die Schuhstraße wegen vermeintlich geringerer Aufenthaltsqualität meidet.

Richtige Erkenntnisse in die ganze Debatte haben aber die Grünen gebracht. In einer selbstausgedachten Studie haben Sie festgestellt, dass Autos durch die Schuhstraße fahren. Manche kürzen sogar über diesen Weg ab, anstatt den längeren Weg über den Nordwall zu fahren. Aber eine kürzere Zeit das Auto zu benutzen, ist auch wieder nicht richtig. Wenn die Grünen irgendwann noch feststellen, dass es nachts dunkel ist, sollten Sie dafür einen Nobelpreis bekommen. Man kann nur froh darüber sein, dass der Verwaltungsausschuss zu einem anderen Ergebnis als der Verkehrsausschuss kam und die hervorragende Entwicklung der Schuhstraße somit weitergehen kann. Aber apropos Ausschuss.

Einen regelrechten Skandal hat diesbezüglich Torsten Schoeps zu verantworten. Ich zitiere:

„Ohne Parkgebühren für die ersten 30 Minuten parken, überall in der gesamten Innenstadt. Die Schuhstraße bleibt für den Verkehr im inneren Ring geöffnet“

Was klingt, wie die hervorragenden Vorschläge der FDP, steht bis heute als Wahlprogramm auf der Homepage der Wählergemeinschaft Celle.

Nach der Wahl hat Herr Schoeps allerdings für seine persönliche Macht und ein paar Posten eine Gruppe mit den Grünen, der Spaßpartei, dem Ex-SPDler und der SED Nachfolgepartei gebildet und nun genau das Gegenteil in dem Ausschuss gefordert, was er den Wählerinnen und Wählern in Celle versprochen hat. Was daran noch „parteilos, sachbezogen und unabhängig“ sein soll, wie es die Wählergemeinschaft propagiert, weiß kein Mensch.

Herr Schoeps, wenn Sie noch einen Funken Anstand in sich tragen, dann treten Sie nach diesem Betrug an den Wählerinnen und Wählern, die Ihnen und Ihrer Partei geglaubt haben, zurück, und hören somit auf, dem Irrsinn der Grünen hinterher zu rennen und deren Wünsche zu erfüllen. Der Schaden, den Sie der Demokratie mit Ihrem egoistischen Verhalten zufügen, ist jetzt bereits immens und für die Zukunft ist fraglich, was man der Wählergemeinschaft überhaupt noch glauben darf an Versprechungen.”