“Das Schlosstheater Celle führt im Prinzip ein Schattendasein”, befand der FDP-Fraktionsvorsitzende Björn Espe nach einer Informationsveranstaltung der Theaterführung. Er verwies drauf, dass es kaum öffentlich ins Auge fallende Hinweise auf das Theater gibt. “In einer Zeit, in der auch das Theater sich über Einnahmeverbesserungen Gedanken machen muss ist es legitim und erforderlich, über wahrnehmbare Marketingmaßnahmen nachzudenken”, so Espe, der mit seiner Fraktion jetzt die Theaterleitung in den Kulturausschuss einladen möchte, um dort über mögliche Aktivitäten und Verbesserungen gemeinsam zu beraten.
Kategorie: Kultur
Neben den Menschen in unserer Stadt sorgen wir uns im Krisenfall um die vielen Kulturgüter, die im Schloss, im Bomann-Museum, im Kunstmuseum und im öffentlichen Raum zu finden sind.
In Friedenszeiten tragen Kunst und Kultur dazu bei, eine Stadt oder einen Ort zu einem unverwechselbaren, identitätsstiftenden Ort zu machen. Sie schafft Orte der Begegnung und regt Menschen zum Austausch und zur Interaktion an. Insgesamt hat Kunst, auch im öffentlichen Raum, eine positive Wirkung auf die Menschen, da sie das Stadtbild aufwertet, das Gemeinschaftsgefühl stärkt, den Dialog anregt und die kulturelle Teilhabe fördert.
Doch was soll mit den Kulturgütern im Krisenfall geschehen? In einer Zeit, in der in Mitteleuropa Krieg geführt wird, muss über diese Frage nachgedacht werden, nachdem dies in den vergangenen Jahrzehnten nicht geschehen ist. Die FDP-Fraktion nimmt daher für den Bereich der Stadt Celle die Fragen des Generalsekretärs der Kulurstiftung der Länder, Prof. Dr. Markus Hilgert, auf und richtet sie mit diesem Antrag an die Stadtverwaltung.
Ergebnis unserer Anträge:
Auf unsere Anträge hat es am 7. Januar 2026 auf Einladung des Oberbürgermeisters ein Treffen zwischen den Ratsfraktionen, den Hilfsorganisationen, der Diakonie und der Verwaltung gegeben. Diesem ersten Gespräch sollen weitere Gespräche folgen, um die Menschen in unserer Stadt für Krisensituationen zu sensibilisieren und um die Hilfsorganisationen auf Momente in Krisensituationen stärker zu befähigen.
Wichtiger Zusatz:
Zuständig für Krisen- und Katastrophenschutz sind die Verwaltungen des Landkreises Celle und der Stadt Celle. Der Rat wird sich also nicht mit den Anträgen befassen. Wir sind aber sicher, dass unsere Anträge zu einer notwendigen und vertieften Diskussion über das Thema führen werden.
Wir werden weiterhin berichten.
Mit der guten Absicht, den Kleinen Plan in Celle Altstadt zu begrünen und damit “klimageeigneter” zu machen, hat die Stadt ein neues Problem geschaffen. Der “Balkenkopf”, geschaffen von der Künstlerin Ulrike Enders, muss der vorgesehenen Grünfläche weichen.
Seit 1991 steht dieses Kunstwerk auf dem Kleinen Plan, von Rat und Verwaltung damals geschaffen, um dem etwas abseits der Altstadt liegenden Platz etwas mehr Aufmerksamkeit, Aufenthaltsqualität und Sitzmöglichkeiten zu geben.
Diesen drohenden Verlust möchten Anwohner des Platzes nicht hinnehmen und haben sich an den FDP-Fraktionsvorsitzenden Joachim Falkenhagen gewendet, der Mitglied im Kulturausschuss der Stadt ist.
In der Sitzung des Ausschusses am 11. September 2024 hat Falkenhagen das Thema angesprochen und bedauert, dass der Ausschuss in dieser Frage überhaupt nicht angehört worden ist. “Wenn dieses wichtige Thema nicht in diesem Ausschuss behandelt wird, dann kann er sich gleich auflösen”, so Falkenhagen und wurde von allen Fraktionen unterstützt. Das Thema kam auf die Tagesordnung und alle Fraktionen forderten, dass sich der Kulturausschuss kurzfristig mit dem Thema befassen muss.
Die Cellesche-Zeitung berichtete am 19.09.2024:


Auf Anregung der Freien Demokraten wird der Weihnachtsmarkt der Stadt künftig längere Öffnungszeiten haben.
“Damit haben wir den Wünschen vieler Celler Bürger entsprochen und dafür gesorgt, dass attraktive Stände für den Celler Weihnachtsmarkt erhalten bleiben, weil längere Öffnungszeiten für die Anbieter auch einen höheren Umsatz bedeuten”, meint Björn Espe, Mitglied im Wirtschaftsförderungsausschuss der Stadt Celle.
Espe weist darauf hin, dass auch die gastronomischen Betriebe des Weihnachtsmarktes am Wochenende bis 23 Uhr geöffnet haben dürfen. Damit sind sie endlich dem stationären gastronomischen Angebot gleichgestellt, erläutert Espe.
Damit wird die Anregung der FDP-Fraktion vom 14.02.2023 umgesetzt.
Die Weihnachtsmarktsatzung lesen Sie hier.
20.12.2022 – 350 Jahre Schlosstheater Celle – 75 Jahre Theaterverein Celle

Die Anziehungskraft von Städten wird insbesondere auch von den sogenannten “weichen” Standortfaktoren geprägt. Hierzu gehören auch deren kulturelle Angebote in der gesamten Breite des Möglichen.
Das Schlosstheater Celle und der sie tragende Theaterverein können 2025 auf das 350-jährige Bestehen des Barocktheaters und das 75-jährige Bestehen des Vereins zurückblicken. Grund genug, sich beizeiten um dieses Ereignis zu kümmern.
Nach der heutigen (14.09.20) Fraktionssitzung der Freien Demokraten erklärte der FDP Fraktionsvorsitzende Joachim Falkenhagen:
„Der Kunstverein Celle e.V., der Bund Bildender Künstler (BBK) und weitere Aussteller von bildender Kunst nutzen die Gotische Halle seit Jahrzehnten und haben ihre Ausstellungskonzeptionen auf die Dimensionen dieser Halle ausgelegt.
Gerade die Ausstellungen des Kunstvereins Celle e.V. haben deutlich gemacht, dass moderne Kunst einen erheblichen Raumbedarf hat um sie angemessen präsentieren zu können.
Es ist uns nicht ersichtlich, dass eine vergleichbare Räumlichkeit im Celler Schloss für das mögliche Spektrum von Kunstausstellungen dieser bürgerschaftlich getragenen Vereine vorhanden ist. Erwartungen an die Kulturverwaltung
Wir haben in diesem Zusammenhang an die Verwaltung folgende Erwartungen gerichtet:
- Die Verwaltung wird gebeten,
direkte Gespräche des Staatlichen Baumanagements Niedersachsen mit dem Kunstverein Celle e.V. und dem Bund Bildender Künstler in Celle anzuregen, damit diese Behörde die Notwendigkeiten und den Bedarf der Aussteller besser erkennen kann.
- Die Verwaltung wird gebeten,
für Ratsmitglieder und die Vertreter der betroffenen Vereine eine Besichtigung der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten im Celler Schloss durchzuführen, damit Diskussionen über dieses Thema weitgehend versachlicht geführt werden können.
- Die Verwaltung wird gebeten
darauf hinzuwirken, dass Vertreter des Staatlichen Baumanagements Niedersachsen im Kulturausschuss der Stadt die Gründe verdeutlichen, die zu den aktuellen Überlegungen geführt haben und alternative Lösungen für diese Überlegungen vorzustellen“.
Ergebnis unserer Bemühungen:
Die Verwaltung hat in der Sitzung des Kulturausschusses vom 16. März 2021 mitgeteilt, “dass sich an der Nutzung der Gotischen Halle nichts ändere”.
Damit ist die Gotische Halle entgegen der ursprünglichen Überlegungen der Landesbauverwaltung weiterhin für Ausstellungszwecke in unserer Stadt verfügbar. Geschafft!
27. Juli 2020 – „Unsere Altstadt – Denkmalschutz contra Belebung?“
Wir machen uns seit Jahren erhebliche Sorgen um den Bestand unserer Altstadt als Einkaufszentrum. Die CORONA-Krise mit ihren Wirkungen im Bereich des Handels über das Internet hat diese Sorge nochmals vertieft.

Seit Jahren sind wir der Überzeugung, dass die Altstadt ein erhebliches Potential für Wohnraum bietet. Ein Potential, das nicht ausgeschöpft zu sein scheint. Bremst der Denkmalschutz das Wohnen in der Altstadt aus?
Um hier liegende Probleme zu entdecken, haben wir die Verwaltung gebeten, anhand von zwei seit Jahren mitten in der Altstadt leerstehender Gebäude zum Thema “Denkmalschutz contra Belebung” Probleme und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Ergebnis des Antrages:
In der Sitzung des Fachausschusses für Stadtentwicklung und Bauen am 24. September 2020 hat die Fachverwaltung umfassend über Möglichkeiten und Bedingungen vorgetragen. Der Vortrag fand im vertraulichen Teil der Sitzung statt, weil Fragen des Eigentums und von Eigentümern angesprochen worden sind. Derartige Themen sind nach dem Nds. Kommunalverfassungsgesetz vertraulich zu behandeln.
Im Vorfeld der Nachcorona-Entscheidung, dass Hotels und Gaststätten wieder öffnen dürfen, erklärte der FDP-Fraktionsvorsitzende Joachim Falkenhagen:
„Begrabt jetzt die von den GRÜNEN im Rat beantragte städtische Bettensteuer, die hier als Kulturförderabgabe getarnt worden ist! Sie belastet die betroffenen mittelständischen Betriebe zusätzlich zu den von ihnen zu tragenden Folgen des Corona-Shutdowns, schafft unnützen Verwaltungsaufwand und das Ergebnis wird nicht den Aufwand rechtfertigen.“
Ergebnis des Antrages:
Obwohl das Bundesverfassungsgericht inzwischen entschieden hat, dass die Einführung derartiger Steuern zulässig sei, haben die Grünen ihr Ziel nicht weiterverfolgt. Wir Freie Demokraten haben einer Einführung stets widersprochen.

24.07.2017 – Präsentation der Garnisonsstadt seit 1866.
Ergebnis des Antrages:
Das Garnisonsmuseum wurde um Stellungnahme zu dem vorliegenden Konzept gebeten.Im Ergebnis stimmen alle Beteiligten der Auffassung der FDP-Fraktion zu. Die erforderlichen Haushaltsmittel stehen allerdings nicht zur Verfügung.